Filme

Hier finden Sie die Besprechungen der 22 Filme des aktuellen Programms. Wenn Sie sich Besprechungen aus früheren Programmen ansehen möchten steht Ihnen unser 1832 Einträge umfassendes Filmarchiv zur Verfügung.


Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch
(USA 2011, 87 Minuten, ab 0, )
In ihrem dritten Animationsabenteuer gönnen sich die Streifenhörnchen Alvin, Simon, Theodore gemeinsam mit den süßen Chipettes einen Urlaub auf einem Luxuskreuzschiff. Doch auf einer tropischen Insel erleiden sie "Chip-bruch" und werden voneinander getrennt. Außerdem müssen sie überrascht feststellen, dass die Insel nicht ganz so unbewohnt ist wie sie dachten.
Trailer suchen


Amelia
(USA 2010, 112 Minuten, ab 0, )
1928 erlangt die junge Amelia Earhart (Hilary Swank) internationale Berühmtheit, weil sie als erste Frau in einem Flugzeug den Atlantik überquert - als Passagierin! Dies reicht in der damaligen Zeit aus, um als Heldin gefeiert und als „Frau des Jahres“ geehrt zu werden. Doch die Frau, die schon als kleines Kind den Traum vom Fliegen träumte, gibt nicht auf. 1932 ist es dann soweit: Fünf Jahre nach Charles Lindbergh überquert sie als erste Frau den Atlantik im Alleinflug!
In den USA wird Amelia dafür wie ein Star gefeiert; sie hält Vorträge und gilt mit ihrer leidenschaftlichen und durchsetzungsfreudigen Art als Vorbild für viele junge Frauen. Immer wieder betont sie, dass sie mit ihren Rekordflügen auch beweisen will, dass Frauen zu technischen Höchstleistungen fähig sind und genausoviel leisten können wie Männer. Auch in ihrem Privatleben tut Amelia, was vor ihr nur Männer tun durften: Sie führt mit dem New Yorker Verleger George Putnam (Richard Gere) eine offene Ehe und hat eine leidenschaftliche Liaison mit dem Unternehmer Gene Vidal (Ewan McGregor). Im Mai 1937 startet Amelia zu ihrem letzten Flug: Als erster Mensch will sie die Erde am Äquator umrunden. Am 2. Juli bricht über dem Pazifik der Funkkontakt zu ihr ab. Trotz einer groß angelegten Suchaktion der US-Regierung werden ihr Leichnam, der ihres Navigators und das Flugzeug nie gefunden.
Mit ihrer in großen Bildern erzählten Filmbiografie setzt Regisseurin Mira Nair der leidenschaftlichen Visionärin ein sehenswertes Denkmal. Die zweifache Oscar-Gewinnerin Hilary Swank verleiht „ihrer Figur eine Tiefe und Kraft zwischen Romantik und Abenteuer, die sie besonders für ein weibliches Publikum attraktiv macht.“ (Programmkino.de)
Eintritt: 6,00 € (freie Platzwahl)
Trailer suchen


Anonymous
(USA 2011, 130 Minuten, ab 12, )
Seit Jahrzehnten regiert Königin Elizabeth (Vanessa Redgrave) England. Plötzlich, wie aus dem Nichts, veröffentlicht der Schauspieler William Shakespeare (Rafe Spall) ein Theaterstück nach dem anderen, mit denen er die menschliche Natur wie auch die politische Situation im Land spiegelt und damit das Volk begeistert. Was niemand weiß: Der wahre Autor der Werke ist der Adlige Edward de Vere (Rhys Ifans), der mit Hilfe seiner Dramen Einfluss auf die Thronfolge des Königreichs zu nehmen versucht. Da es sich für seinen Stand nicht schickt, zur Feder zu greifen, hat er den jungen Dramatiker Ben Jonson aus dem königlichen Kerker befreit und ihn im Gegenzug gebeten, als sein Strohmann zu agieren. Jonson liefert das unsignierte Manuskript zu „Henry V.“ zwar wie geheißen beim Globe Theatre ab, ist aber zu stolz, es für sich zu reklamieren. Stattdessen ergreift der tölpelhafte Schauspieler William Shakespeare (Rafe Spall) die Gelegenheit, sich als Autor des vom Publikum gefeierten Stücks auszugeben. De Vere ist es zu diesem Zeitpunkt gleich, wer an seiner Stelle posiert, denn sein ganzes Streben gilt dem Fernduell mit Robert Cecil (Edward Hogg), dem intriganten Berater der Königin. Es ist auch ein Kräftemessen zwischen Literatur und Politik: Während de Vere aus Erfahrung weiß, wie man das Herz Elizabeths mit Poesie erobert, versteht es Cecil meisterlich, ihr Herz mit falschen Informationen zu manipulieren. Regisseur Roland Emmerich („The Day After Tomorow“) spekuliert in seinem historischem Krimi über die Frage, ob Shakespeare wirklich der wahre Autor der weltberühmte Werke war. "’Anonymous’ gehört mit zum Interessantesten, was in diesem Herbst im Kino zu sehen ist. Der Film, der das elisabethanische London mit all seinem Schmutz und seiner Düsternis, aber auch seiner faszinierenden Theaterwelt aufs Eindrücklichste am Computer wiederauferstehen lässt, ist ein wahres Schaufest.“ (Neue Züricher Zeitung) „Ein spannendes und bewegendes Königsdrama. Kurzweilig und glänzend gespielt.“ (SPIEGEL)
Aufpreis 0,50 € wegen Überlänge.
Trailer suchen


Cheyenne - This Must Be The Place
(I/F/IR 2011, 118 Minuten, ab 12, )
Einst war Cheyenne (Sean Penn) ein gefeierter Rock-Star; jetzt genießt er seinen exzentrischen Ruhestand in einer Villa in Irland. Als er die Nachricht erhält, dass sein jüdischer Vater im Sterben liegt, reist er nach New York, doch er kommt zu spät. Cheyenne beschließt, das Lebenswerk seines Vaters zu Ende zu führen: Er will jenen alten KZ-Wärter und SS-Schergen finden, der seinen Vater in Auschwitz gepeinigt hat. In dem Road-Movie von Regisseur Paolo Sorrentino („Il Divo“) kollidiert das Trauma des Holocaust mit dem gebrochenen Mythos Amerikas. „Ein Film voller wundervoller Rätsel und entrückter Bilder.“ (Süddeutsche Zeitung)
Siegerländer Erstaufführung!
Trailer suchen


Defamation
(IL/DK/USA 2009, 95 Minuten, ab 12, )
Auf drei Begriffe stößt der jüdische Dokumentarfilmer Yoav Shamir jeden Tag in den Zeitungen Israels: Holocaust, Nazi, Antisemitismus. Das wundert ihn, denn er selbst hat nie Antisemitismus erlebt. Einmal neugierig geworden, macht er sich auf die Suche nach antisemitischen Tendenzen in der Welt. Erster Anlaufpunkt ist New York, wo die Zentrale der ADL zu finden ist, der „Anti-Defamation League“ (Anti-Verleumdungs-Organisation). Diese mit zig Millionen Dollar finanzierte Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, Antisemitismus anzuprangern, und tut dies mit der ganzen Vehemenz einer amerikanischen Lobbyorganisation. Woran prinzipiell natürlich nichts auszusetzen ist. Doch schnell stellt Shamir fest, dass die Berichte der ADL zu antisemitischen Vorfällen, die seit Jahren zunehmen und in Medien weltweit zitiert werden, sich oft auf banale Ereignisse wie einem verweigerten Urlaubstag beziehen, bei denen kaum feststellbar ist, ob es sich wirklich um eine antisemitische Tat handelt oder nicht. Denn wie ein New Yorker Rabbi, den Shamir zum Thema befragt, feststellt, hat die ADL ein immanentes Problem: Sie hat ein grundsätzliches Interesse an antisemitischen Akten, denn wenn es diese nicht geben würde, wäre auch die ADL selbst überflüssig. Und so geht die Suche weiter, die bald zum umstrittenen Autor Norman Finkelstein führt, der in seinem Buch „Die Holocaust-Industrie“ den Missbrauch des Holocaust durch jüdische Organisationen in Amerika, aber auch durch Israel selbst angeprangert hat. Shamir lässt Finkelstein und andere Wissenschaftler zu Wort kommen, die allesamt die Frage aufwerfen, ob es richtig ist, Antizionismus und Antisemitismus gleichzusetzen, wie es nicht nur die ADL tut, sondern auch in Israel gang und gebe ist. Regisseur Yoav Shamir macht in „Defamation“ auf subtile Weise deutlich, wie schwierig es ist, zwischen Kritik an Israel und Antisemitismus zu differenzieren, vor allem aber, wie notwendig diese Unterscheidung ist. „Ein mutiger essayistischer Film, der als ironisch angehauchte Reportage am Selbstverständnis der jüdischen Community kratzt und mehr an beunruhigenden Fragen als an simplen Antworten interessiert ist.“ (film-dienst) „Eine spannende, vielschichtige Dokumentation.“ (Programmkino.de)
Siegerländer Erstaufführung.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.

Trailer suchen


Der gestiefelte Kater
(USA 2011, 90 Minuten, ab 0, )
Der Gestiefelte Kater genießt sein Leben als Draufgänger in Mexiko, bis er in ein Abenteuer verwickelt wird, in dem sein Freund Humpty Dumpty, die reizende Kitty Samtpfote und Zauberbohnen eine wichtige Rolle spielen. Der einfallsreiche Animationsfilm weiß „dank origineller Charaktere und einer großartigen Bildgestaltung“ (film-dienst) bestens zu unterhalten.
Prädikat: Besonders wertvoll.
Trailer suchen


Der Gott des Gemetzels
(F/PL/D 2011, 80 Minuten, ab 12, )
Bei einer Prügelei zwischen zwei elfjährigen Jungs hat einer von ihnen zwei Zähne verloren. Die Eltern (Jodie Foster & John C. Reilly) des geschädigten Jungen haben die anderen Eltern (Kate Winslet & Christoph Waltz) eingeladen, um über die Situation zu reden und alles zu klären. Doch es kommt anders und zwischen den Erwachsenen bricht Streit aus. Basierend auf dem Theaterstück von Yasmina Reza inszenierte Regisseur Roman Polanski („Der Pianist“) eine Gesellschaftskomödie über die Widersprüchlichkeit und Scheinheiligkeit des (bürgerlichen) Menschen. „Großes Kino auf kleinstem Raum. Ein köstlich-böser Kinospaß.“ (ZDF Heute Journal)
Prädikat: Besonders wertvoll.
Trailer suchen


Eine ganz heiße Nummer
(D 2011, 95 Minuten, ab 12, )
Eine kleine Dorfgemeinschaft mitten im Bayerischen Wald. Der Geist der katholischen Kirche ist zwar allgegenwärtig, dafür mangelt es seit Schließung der Glashütte an wirtschaftlicher Perspektive. Der kleine Lebensmittelladen von Waltraud (Gisela Schneeberger), Maria (Bettina Mittendorfer) und Lena (Rosalie Thomass) steht vor der Pleite. Die Nachbarn fahren lieber in die nächste Stadt zum Supermarkt und in vier Wochen läuft der Kredit ab. Da erhält Maria einen obszönen Anruf. Der Kerl ist offenbar falsch verbunden, doch der peinliche Zwischenfall bringt Maria auf eine geniale Idee: Ein erotischer Telefonservice im erzkatholischen Marienzell müsste doch eine echte Marktlücke sein! Mit selbstgedruckten Handzetteln und dem Slogan „Das Allerbeste aus unserer Heimat“ werben die drei für ihre „ganz heiße Nummer“. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten (Was sagt man denn da so?), machen Maria, Waltraud und Lena als „Maja“, „Sarah“ und „Lolita“ Furore. Der hochnäsigen Bürgermeistergattin (Monika Gruber) kommt das neue Selbstbewusstsein ihrer Nachbarinnen jedenfalls höchst verdächtig vor. Sie beschattet das Trio - und beschwört einen Skandal herauf.
Basierend auf dem Roman von Andrea Sixt schuf Regisseur Markus Goller eine liebeswerte Komödie, die einen Großteil ihres Charmes aus dem bayrischen Dialekt der Figuren zieht. „Reichlich Situationskomik, viel Wortwitz und liebenswert schräge Typen. Umwerfend komisch gespielt, flott inszeniert und prima getimt: Eine ganz heiße Comedy-Nummer.“ (Programmkino.de)
Eintritt: 6,00 € (freie Platzwahl)
Trailer suchen


Gerhard Richter Painting
(D 2011, 97 Minuten, ab 0, )
Gerhard Richter gehört seit nahezu fünf Jahrzehnten zu den international bedeutendsten Künstlern. Der Filmemacherin Corinna Belz öffnete der medienscheue Maler sein Atelier, wo er im Sommer 2009 an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. „Gerhard Richter Painting“ gewährt einmalige Einblicke in die Entstehung dieser Bilder und die Arbeit des Künstlers. "Malen ist eine andere Form des Denkens" hat Richter schon früh gesagt. Der Film nimmt diese Prämisse ernst. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt er uns an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben. Es ist ein ruhiger, dabei höchst aufgeladener Prozess von Aktion und Reflektion, angetrieben von jahrelanger Erfahrung und geprägt von intensiver physischer Präsenz. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er mit ihnen kommuniziert, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt. Indem wir schauend daran teilnehmen, lässt uns Corinna Belz in ihrem klugen, einfühlsamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder selbst werden zu Protagonisten. Eine andere Form des Denkens setzt sein. „Gerhard Richter Painting“ ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit - und ein faszinierender Film über das Sehen selbst. "Ein Film, der Fans der Malerei das Herz höher schlagen lässt." (Stern)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum für Gegenwartskunst Siegen.
Trailer suchen


Habemus Papam
(I 2011, 104 Minuten, ab 0, )
Die Konklave hat einen neuen Papst gewählt: Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und die Menschen auf dem Platz vor dem Petersdom harren in froher Erwartung. Doch der neue Papst zeigt sich nicht, denn er ist nicht da – er ist ausgebüxt! Kardinal Melville (Michel Piccoli) wollte nie Papst werden, doch die Konklave hat ihn gewählt. Voller Selbstzweifel zieht er sich zunächst auf sein Zimmer zurück und flüchtet später aus dem Vatikan. Unerkannt streift er durch Rom und sucht nach einer Lösung. Regisseur Nanni Moretti („Das Zimmer meines Sohnes“) zeichnet ebenso subtil wie humorvoll das Porträt eines Mannes, der angesichts seiner Berufung von Angst geplagt wird. „Eine prachtvoll inszenierte Kirchenkomödie.“ (SPIEGEL)
Prädikat: Besonders wertvoll.
Siegerländer Erstaufführung!

Trailer suchen


Halt auf freier Strecke
(D 2011, 109 Minuten, ab 6, )
Frank hat einen Gehirntumor und nur noch wenige Monate zu leben. Diese erschütternde Diagnose trifft den Familienvater zweier Kinder und seine Frau schockartig. Von nun an ist der Alltag aller geprägt von der Erkrankung des Vaters und dem Versuch, den Abschied aus dem Leben so würdevoll wie irgend möglich zu gestalten. Der neue Film von Andreas Dresen („Sommer vorm Balkon“, „Wolke 9“) erweist sich als sehr genau beobachtetes Drama über die körperlichen und emotionalen Auswirkungen eines Sterbeprozesses. „Eine emotionale Wucht, wie man sie lange nicht mehr im Kino erlebt hat.“ (SPIEGEL Online)
Prädikat: Besonders wertvoll.
Siegerländer Erstaufführung!

Trailer suchen


Jane Eyre
(GB 2010, 121 Minuten, ab 12, )
Nach ihrer tragischen Jugend ist die 18jährige Jane Eyre (Mia Wasikowska) dankbar über ihre Stelle als Erzieherin der kleinen Adele. Auch die gutmütige Haushälterin Mrs. Fairfax (Judi Dench) nimmt sie wohlwollend auf. Selbst der Herr des Hauses, der Adelige Edward Rochester (Michael Fassbender), findet Gefallen an Jane; ungeniert genießt er es, eine junge, kluge Frau um sich zu haben, die es wagt, ihm ihre Meinung zu sagen. In seiner Adaption des Romans von Charlotte Bronte legt Regisseur Cary Joji Fukunaga („Sin Nombre“) weniger Wert auf die Liebes-geschichte, als auf das Streben von Jane Eyre nach persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung. „Ein Klassiker für eine neue Generation.“ (Rolling Stone)
Siegerländer Erstaufführung!
Aufpreis 0,50 € wegen Überlänge.

Trailer suchen


Mein Stück vom Kuchen
(F 2011, 109 Minuten, ab 12, )
Als die 42jährige France (Karin Viard) ihren Job in Dünkirchen verliert – die Fabrik, in der sie seit 20 Jahren arbeitet, wird geschlossen – wagt sie den Schritt in die französische Hauptstadt. Sie hat Glück im Unglück und findet schnell eine Stelle als Reinigungskraft bei dem Börsenhai Steve (Gilles Lellouche), der zwischen London und Paris pendelt. Unterschiedlicher können zwei Menschen nicht sein: Hier die tatkräftige Mutter von drei Töchtern, die jeden Cent umdrehen muss, dort der zynische Geschäftsmann, der in schwachen Momenten in Selbstmitleid ertrinkt. Trotzdem entwickeln die beiden Sympathien füreinander. Denn France ist nicht nur eine gute Zuhörerin, sie kümmert sich auch liebevoll um Steves kleinen Sohn. Und auch Steve hat durchaus liebenswerte Züge. Als France ihren Boss auf einer Geschäftsreise nach London begleitet, verbringen sie die Nacht miteinander. Doch schon am nächsten Morgen ist nichts mehr wie zuvor, denn als France erfährt, dass Steve hinter der Schließung der Fabrik in Dünkirchen steckt, sinnt sie auf Rache. Regisseur Cédric Klapisch lässt in seiner bittersüßen Gesellschaftskomödie ein Paar aufeinander treffen, das die beiden gegensätzlichen Pole des modernen Kapitalismus verkörpert: Hier die arbeitslose Fabrikarbeiterin aus der Provinz, eines von vielen Opfern des globalen Finanzmarktes, dort der reiche Großstadt-Trader, der vergessen hat, dass bei seinem Handeln Menschen auf der Strecke bleiben. „Eine Komödie mit ordentlich geölter Situationskomik und treffsicheren Dialogen, die ihre Sozialkritik mit leichtfüßigem Charme erzählt.“ (film-dienst)
Eintritt: 6,00 € (freie Platzwahl)
Trailer suchen


Over Your Cities Grass Will Grow
(F/NL/GB 2010, 101 Minuten, ab 0, )
Ein bildmächtiger Dokumentarfilm der britischen Filmemacherin Sophie Fiennes über das Werk Anselm Kiefers. Hautnah taucht Fiennes ein in den alchemistischen Schaffensprozess eines der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler. Die ureigene, fast magische Ästhetik ihrer Filmbilder zieht den Zuschauer unaufhaltsam in den Bann. Kiefer schuf seit 1993 auf dem über 35ha großen Gelände „La Ribaute“ seinen ganz eigenen mystischen Kosmos aus Natur und Kunst. Aus der hügeligen Landschaft, alten Industriegebäuden, Studioräumen, einem eigens gegrabenen Labyrinth aus unterirdischen Tunneln und einer Serie von Betontürmen erwächst eine fremd anmutende Siedlung. Architektur, Malerei, Installationen und Landschaft verschränken sich zu dem Gesamtkunstwerk „Over Your Cities Grass Will Grow“. In ihrem Film fängt Sophie Fiennes die kraftvolle Stimmung dieser Kunstlandschaft wie auch das Wesen der künstlerischen Arbeit Anselm Kiefers ein. „Over Your Cities Grass Will Grow“ ermöglicht einen außergewöhnlichen Zugang zu Kiefers letzten Tagen in Südfrankreich vor seinem Umzug nach Paris, wo er heute lebt und arbeitet. „Selten gelingen so einfühlsame Künstlerporträts.“ (Süddeutsche Zeitung)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Museum für Gegenwartskunst Siegen.
Trailer suchen


Rubbeldiekatz
(D 2011, 113 Minuten, ab 12, )
Alex (Matthias Schweighöfer) ist Schauspieler und ziemlich erfolglos. Aufgrund einer „genialen“ Idee seines Manager-Bruders Jürgen (Detlev Buck) erhält er dennoch das Angebot, in einem großen Hollywood-Film mitzuspielen – als Frau! Dumm nur, dass Alex in seiner neuen Rolle so gut ankommt, dass der Regisseur (Joachim Meyerhof) ihn gar nicht mehr gehen lassen will. Und noch dümmer, dass Alex sich in seinen weiblichen Co-Star Sarah (Alexandra Maria Lara) verliebt. Eine Satire über Hollywood in Deutschland, eine rasante Verwechslungskomödie und dazu noch eine Liebesgeschichte mit überzeugenden Darstellern – das schafft nur Detlev Buck („Männerpension“, „Knallhart“). Auf den Spuren von „Charleys Tante“ und „Tootsie“ inszeniert Buck den als Frau überzeugenden Matthias Schweighöfer mit Selbstironie und Mut zur Peinlichkeit. Dazu kommen ein stimmungsvoller Soundtrack, witzige Nebenfiguren, allen voran Max Giermann („Switch“) als Hitler-Darsteller, sowie ein Drehbuch voller überraschender Wendungen und trockenem Humor. Man spürt die Spielfreude der Darsteller und die immer wieder subtil eingestreute Kritik des Regisseurs am amerikanischen Studiosystem. „Eine Komödie, wie sie sein soll – trocken, witzig, einfach ‚Rubbeldiekatz’!“ (FBW) „Schweighöfer mit Pumps und Lippenstift ist absolut umwerfend! Für die Buck-Fraktion bleibt ausreichend lakonisches Pointen-Potenzial, von der trefflichen Tarantino-Persiflage des Hollywood-Regisseurs in Babelsberg über die grotesk eitle ‚Cinema for Fun’-Gala bis zur höchst gelungenen Hitler-im-Film-Parodie von ‚Switch’-Star Max Giermann!“ (Programmkino.de)
Bundesstart!
Prädikat: Besonders wertvoll.
Achtung:
1) Zur ersten Abendvorstellung am Donnerstag, 15.12., 20.00 Uhr, begrüßen wir jeden Gast mit einem Glas Sekt!
2) Jeder Mann, der im Laufe der 14 Tage in Frauenkleidern zu „Rubbeldiekatz“ kommt, erhält freien Eintritt!

Trailer suchen


Sammys Abenteuer
(B 2009, 85 Minuten, ab 0, )
In dem witzigen Zeichentrick-film erlebt der kleine Schildkröterich Sammy (Matthias Schweighöfer) bei der Suche nach seiner Freundin Shelly (Lena) aufregende Abenteuer.
Trailer suchen


Sherlock Holmes 2 - Spiel im Schatten
(USA 2011, 128 Minuten, ab 12, )
Im Jahr 1891 wird Europa von Bomben-attentaten erschüttert, die den Kontinent in einen Krieg zu stürzen drohen. Um den Drahtzieher Professor Moriarty zu fassen, benötigt Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) die Hilfe seines Freundes Dr. Watson (Jude Law), doch der befindet sich gerade auf Hochzeitsreise. Regisseur Guy Ritchie gelingt es erneut, Arthur Conan Doyles Kultfigur zum ebenso schlagkräftigen wie cleveren Helden eines Effekte-Spektakels zu machen: „Perfekt inszenierte Action, gepaart mit trockenem und augenzwinkerndem Humor, ergibt beste Kino-Unterhaltung.“ (FBW)
Prädikat: Wertvoll
Aufpreis 0,50 € wegen Überlänge.

Trailer suchen


The Help
(USA 2011, 146 Minuten, ab 0, )
Anfang der 1960er Jahre in Jackson, Mississippi: Als die junge Skeeter (Emma Stone) nach dem College in ihre Heimatstadt zurückkehrt, träumt sie davon Schriftstellerin zu werden. So fasst sie – angetrieben von ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und entgegen aller Konventionen – den Entschluss, afro-amerikanische Frauen zu interviewen, die ihr Leben damit verbracht haben, den Haushalt der weißen Oberschicht zu führen und deren Kinder mit Liebe und Wärme aufzuziehen.
Doch damit verstößt Skeeter nicht nur gegen den guten Ton, sondern auch gegen das Gesetz, womit sie sich und alle, die ihr geheimes Projekt unterstützen, in Gefahr bringt. Allen voran die gutherzige Aibileen (Viola Davis), die Skeeter als erstes Dienstmädchen für ihr Projekt gewinnen kann, und die resolute Minnie (Octavia Spencer), die für ihr vorwitziges Mundwerk gefürchtet und für ihren einzigartigen Schokoladenkuchen geliebt wird. Skeeters Beziehung zu ihrer Familie sowie ihre Freundschaften aus Kindheitstagen werden durch ihre Arbeit auf eine harte Probe gestellt und auch die schwarze Gemeinde steht ihrem Projekt zunächst mehr als skeptisch gegenüber.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Kathryn Stockett inszenierte Regisseur Tate Taylor ein bewegendes Drama, das vor allem durch eine sorgfältige Figurenzeichnung sowie seine hervorragenden Darstellerinnen überzeugt. „Großes Hollywood-Kino, unterhaltsam und aufwühlend.“ (Programmkino.de) „Spannend, berührend, oft überraschend lustig und trotzdem wahrhaftig.“ (SPIEGEL)
Eintritt: 6,00 € (freie Platzwahl)
Trailer suchen


The Ides of March - Tage des Verrats
(USA 2011, 101 Minuten, ab 12, )
Der charismatische Gouverneur Mike Morris (George Clooney) geht als Favorit in die Vorwahlen zur US-Präsidentschaft. Sein junger Wahlkampfmanager Stephen Myers (Ryan Gosling) kämpft für den Sieg seines Idols, bis sein Ehrgeiz ihn in die Falle des politischen Gegners tappen lässt. Regisseur George Clooney schuf einen Thriller um Macht, Politik und den Preis des Erfolgs, der mit furiosen Dialogen und kraftvollen Bildern aufwartet. „Ein spannendes Drama mit überzeugenden Schauspielern.“ (ZDF Aspekte)
Trailer suchen


Tom Sawyer
(D 2011, 109 Minuten, ab 6, )
Tom Sawyer (Louis Hofmann) hat den Kopf voller Streiche und treibt sich am liebsten mit seinem Freund Huck Finn (Leon Seidel) herum – sehr zum Leidwesen seiner Tante Polly (Heike Makatsch), mit der er in der kleinen Stadt St. Petersburg am Mississippi lebt. Eines ihrer Abenteuer führt Tom und Huck um Mitternacht auf den Friedhof des Ortes. Dort müssen sie mit ansehen, wie Indianer Joe (Benno Fürmann) einen Mord begeht und ihn dem trotteligen, aber unschuldigen Sargschreiner Muff Potter (Jochaim Krol) in die Schuhe schiebt. Aus Angst vor Rache schwören sich die Freunde, dieses Geheimnis niemals preiszugeben. Doch Tom bricht den Schwur, um den Unschuldigen vor dem Galgen zu retten. Von da an kämpfen Tom und Huck nicht nur um ihre Freund-schaft, sondern auch um ihr Leben. Mit großem Aufwand setzte Regisseurin Hermine („Bibi Blocksberg“, „Die weiße Massai“) den Klassiker von Mark Twain in Szene und schuf so einen spannenden Abenteuerfilm für Kinder.
Achtung:
„Tom Sawyer“ ist zwar von der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) ab 6 Jahren freigegeben, aber der Film ist stellenweise so spannend und aufregend, dass er möglicherweise für Kinder unter 10 Jahren nicht geeignet ist.

Trailer suchen


Verblendung 
(USA 2011, 158 Minuten, ab 16, )
Nach einer bitteren juristischen Niederlage zieht sich der Journalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) aus der Öffentlichkeit zurück. Er nimmt das lukrative Angebot des Industriellen Henrik Vanger an, den Fall seiner vor 40 Jahren spurlos verschwundenen Großnichte zu klären. Unerwartete Hilfe erhält Blomkvist von der rotzigen Punk-Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara). Regisseur David Fincher („Fight Club“) ist mit seiner Version des Romans von Stieg Larsson „ein stilistisch atemberaubender, perfekter Film gelungen.“ (Programmkino.de) „Eine ebenso spannende wie vielschichtige Reise in die Untiefen der bürger-lichen Gesellschaft.“ (film-dienst)
Aufpreis 1,00 € wegen Überlänge.
Trailer suchen


Wickie und die starken Männer
(D 2009, 87 Minuten, ab 0, )
Im Januar 1974 lief die erste Folge der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ im deutschen Fernsehen. Seit nunmehr 35 Jahren gehören die Abenteuer des kleinen Wikingers schon zum deutschen Fernsehalltag und so überrascht es nicht, dass Michael „Bully“ Herbig (nach seinen Parodien auf „Winnetou“ und „Star Trek“) sich die Kultfigur Wickie als Vorlage für seinen nächsten Film aussuchte. Das Wikingerdorf Flake wird eines Tages von einer Horde wilder Fremder mit angsteinflößenden Drachenmasken überfallen, die alle Kinder rauben - alle bis auf Wickie, der sich beim Drachenfliegen in einem Baum verheddert hatte. Halvar und seine Männer machen sich zwar sogleich auf die Suche nach den Kindern, aber ohne die schlauen Einfälle von Wickie wären sie den Bösewichtern niemals auf die Spur gekommen. Regisseur Michael „Bully“ Herbig und sein Co-Autor Alfons Biedermann dachten sich für den Kinofilm eine völlig neue Handlung aus: „Der Film ist frecher, moderner, jünger und vor allem realistischer“, beschreibt Produzent Christian Becker die Unterschiede zur TV-Serie. Entsprechend hoch waren denn auch die Produktionskosten: „’Wickie und die starken Männer’ ist der teuerste deutschsprachige Family-Entertainment-Film, der bislang gedreht wurde!“
Mit freundlicher Unterstützung der Filmstiftung NRW.
Trailer suchen


Druckversion