Schule & Kino
Vorschläge für Schulvorstellungen im Viktoria

Alle Kinder dieser Welt
(I 2005, 130 Minuten, ab 12, )
In sieben Kurzfilmen erinnern weltberühmte Regisseure wie Emir Kusturica, Spike Lee, Ridley Scott und John Woo an die vielen „unsichtbaren“ Kinder dieser Welt: Vom afrikanischen Kindersoldaten bis zum chinesischen Straßenmädchen werden unterschiedliche Nöte von Kindern sichtbar.


Der Fuchs und das Mädchen
(F 2007, 97 Minuten, ab 0, )
Die elfjährige Lila beobachtet bei ihren Streifzügen durch den Wald eine Füchsin. Der halbdokumentarische Spielfilm schildert, wie es dem Mädchen mit viel Geduld gelingt, die Freundschaft des Tieres zu gewinnen.


Die Fälscher
(D 2006, 98 Minuten, ab 12, )
Es war die größte Geldfälschaktion aller Zeiten. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage zunehmend aussichtslos wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs kurzerhand, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die eigenen leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen wurden hierfür unter dem Decknamen „Operation Bernhard“ zwei strikt vom restlichen Lager und der Außenwelt abgeschottete Baracken in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt umgerüstet. Aus anderen Lagern brachte man Häftlinge nach Sachsenhausen, die den Plan umsetzen sollten. Professionelle Drucker, preußisch korrekte Bankbeamte und Vorstadt-Handwerker machte man zu Mitgliedern des streng geheimen Fälscherkommandos. Die Häftlinge hatten die Wahl: die Geldfälscheraktion zu sabotieren (damit das eigene Leben aufs Spiel zu setzen), um das Kriegsende herbeizuführen, wie der Kommunist Adolf Burger (August Diehl) es forderte, oder perfekte Blüten zu produzieren, um das eigene Leben und das der Mitgefangenen zu retten, wie Salomon Sorowitsch (Karl Markovics), der Meisterfälscher, es verlangte. Zwei Haltungen, wie sie gegensätzlicher nicht sein konnten. Basierend auf dem Buch „Des Teufels Werkstatt“ von Adolf Burger schuf Regisseur Stefan Ruzowitzky „ein kammerspielartig inszeniertes Drama, das den Gewissenskonflikt seiner Protagonisten ins Zentrum der Handlung stellt.“ (film-dienst)
„Die Fälscher“ erhielt 7 Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2007 (u.a. Bester Film und Bestes Drehbuch)!


Die Welle
(D 2007, 107 Minuten, ab 12, )
Der kumpelhafte Lehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) ist frustriert. Ausgerechnet er, der liebenswerte Anarchist, soll eine Unterrichtseinheit zum Thema „Autokratie“ leiten. Auch seine Schüler sind wenig begeistert von dem altbackenen Lehrstoff. Zumal sie autokratische Strukturen wie den Nationalsozialismus für völlig überholt erachten. Um den Unterricht etwas aufzupeppen, startet Wenger daher ein kleines Experiment. Von seinen Schülern fordert er plötzlich bedingungslose Gehorsamkeit und Disziplin. Und er ist überrascht, wie schnell sich die Teenager mit dem autoritären Stil anfreunden. Bereits nach einem Tag verwandelt sich der Versuch in eine massive Bewegung, die den gesamten Schulhof infiziert.
Das Jugendbuch „Die Welle“ von Morton Rhues ist seit über 20 Jahren einer der Klassiker der Schullektüre. Dabei basiert der Roman durchaus auf Tatsachen: Bereits 1967 führte der Geschichtslehrer Ron Jones an einer kalifornischen High School einen derartigen Schulversuch durch, der unter den Schülern zu Anfeindungen, Ausgrenzungen und tätlichen Übergriffen führte. Im Rahmen der spannenden Geschichte hinterfragt Regisseur Dennis Gansel („Napola - Elite für den Führer“) gleichgeschaltetes Verhalten und stellt das Für und Wider einer solchen Geisteshaltung zur Diskussion.
„’Die Welle’ geht gewaltig unter die Haut.“ (Programmkino.de)


Edelweisspiraten
(D 2004, 100 Minuten, ab 12, )
„Edelweisspiraten“ nennen sich die Arbeiterkinder in Köln, die sich mit der Hitler-Jugend prügeln und Anti-Nazi-Parolen an die Wand schmieren. Als die Brüder Karl und Peter auf den entflohenen KZ-Häftling Hans stoßen, wird aus dem spielerischen Widerstand blutiger Ernst. „Das bewegende Drama von Niko von Glasow räumt mit der Diskreditierung der ‚Edelweisspiraten’ als Kleinkriminelle auf und setzt dem proletarischen Widerstand ein Denkmal.“ (film-dienst)


Eine unbequeme Wahrheit
(USA 2005, 96 Minuten, ab 0, )
"Mein Name ist Al Gore - und ich sollte der nächste US-Präsident sein“, beginnt er seinen Vortrag. Das Publikum lacht, „ich finde das nicht besonders lustig“, reagiert er mit souveräner Selbstironie. Seit seiner umstrittenen Wahlniederlage im Jahr 2000 gegen Bush hat sich Gore aus der aktiven Politik zurückgezogen. Der einst eher farblose Vizepräsident im Schatten von Bill Clinton widmete sich fortan der politischen Aufklärung – und fand hier seine neue Heimat. Wie ein Wanderprediger zog er mit seiner grandios komponierten Multimedia-Show durch die Lande, über 1000 Mal zeichnete er mit seiner „traveling global warming show“ in Schulen, Hotels oder Vortragssälen ein Schreckensszenario der Zukunft: Meeresspiegel steigen, Küstengebiete versinken in Fluten zugleich steigt die Zahl von Hurrikans und Hitzewellen. Zudem droht weltweit ein sprunghafter Anstieg von Krankheiten und Seuchen, ausgelöst durch Insekten, die sich immer stärker vermehren. „Klingt nach öder Öko-Show für Gutmenschen? Nach bekanntem Betroffenheits-Blabla zum Abnicken? Keineswegs: diese Doku wird zu einer furiosen Mischung aus realem Horror-Thriller, Politkrimi und unterhaltsamer Aufklärung – ein charismatischer Kopf wie Gore macht’s möglich.“ (programmkino.de) „Ein brisanter und packender Dokumentarfilm, nicht ohne den nötigen Trost einer kleinen Anleitung zum Umdenken.“ (KulturSPIEGEL) „Jeder, der einen Kinofilm für möglich gehalten hätte, der im wesentlichen aus einem Mann auf einer Bühne besteht, der Grafiken auf einer Großleinwand hinter sich erklärt, wäre für verrückt erklärt worden. Doch ‚Eine unbequeme Wahrheit’ funktioniert, im wesentlichen, weil sich Gore als eloquenter, humorvoller und leidenschaftlicher herausstellt als das steife Hemd, zu dem er im Wahlkampf zurechtgebügelt worden war.“ (Die Welt)


Fast Food Nation
(GB 2006, 113 Minuten, ab 12, )
Als in einem Hamburger der Fast-Food-Kette „Mickey’s“ Koli-Bakterien gefunden werden, begibt sich deren Marketing-Chef (Greg Kinnear) auf eine Reise in den amerikanischen Westen zu den Viehweiden und Schlachthöfen, wo er mit unhaltbaren Zuständen konfrontiert wird. Basierend auf dem Sachbuch „Fast Food Nation“ drehte Richard Linklater („Before Sunrise“) ein „politisch explizites Dokudrama.“ (Tip Berlin)
In Gastrollen treten u.a. Bruce Willis und Ethan Hawke auf.


Krabat
(D 2008, 120 Minuten, ab 12, )
Nachdem er im Dreißigjährigen Krieg seine Familie verloren hat, zieht der junge Krabat (David Kroß) bettelnd durch die Lande. In einer einsamen Mühle findet er Aufnahme als Lehrling; unter den elf anderen Gesellen ist ihm nur der Vorarbeiter Tonda (Daniel Brühl) wohlgesonnen. Langsam erkennt Krabat, dass der Meister (Christian Redl) ihnen nicht nur das Müllerhandwerk lehrt, sondern sie auch in schwarzer Magie unterrichtet. Nach dem Roman von Otfried Preußler schuf Regisseur Marco Kreuzpaintner („Sommersturm“) einen deutschen Fantasy-Film, der dank der herausragenden Schauspieler, der opulenten Bilder und Landschaftsaufnahmen sowie der beeindruckenden Kulissen „einen enormen Sog entwickelt, der das Publikum in seinen Bann zieht.“ (Filmbewertungsstelle)


Sophie Scholl - Die letzten Tage
(D 2005, 116 Minuten, ab 12, )
Das bewegende Drama schildert die letzten Tage (17.-22. Februar 1943) der Studentin Sophie Scholl (Julia Jentsch) aus ihrer Perspektive – die bewundernswerte Stärke einer jungen, lebenslustigen Frau, die für ihre Idee der „Weißen Rose“ den Tod in Kauf nimmt. Durch ihr Aufbegehren gegen den Nationalsozialismus wurden Sophie Scholl und die anderen Widerstandskämpfer zum Inbegriff von Zivilcourage. Erstmals standen dem Drehbuch die originalen Verhörprotokolle zur Verfügung, die in die Dialoge eingearbeitet wurden. „Ein erschütterndes Zeitdokument." (film-dienst)
Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären der Filmfestspiele Berlin 2005!


Unsere Erde
(GB 2007, 99 Minuten, ab 6, )
Fünf Jahre lang waren 40 Kamerateams an über 200 Schauplätzen in der ganzen Welt unterwegs, um mit eigens konstruierten Kameras für den britischen Fernsehsender BBC die preisgekrönte Serie „Planet Erde“ zu drehen. Der Kinofilm, der die Höhepunkte der Serie versammelt, zeigt die grandiose Vielfalt der Landschaften, den Artenreichtum von Flora und Fauna, den Wandel der Jahreszeiten und die Gegensätze von Hitze und Kälte. Außerdem beobachtet der Film eine Eisbärenfamilie in der Antarktis, eine Elefantenmutter und ihr Junges in der Kalahari-Wüste und eine Buckelwal-Mutter mit ihrem Jungtier auf der gefahrvollen Reise vom Äquator bis zur Arktis. „Unsere Erde“ gilt als die erfolgreichste Naturdokumentation der letzten Jahre.


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